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Ein offenes Gespräch über Möbel-Deutschland

Ein Besuch in Witten

„Sie können mich alles fragen!“ Manfred Ostermann wird der Gesprächspartner im großen Gipfel-Talk am Abend des 12. Mai in der Alten Kongresshalle.

Anfang Februar in Witten. Die Sonne scheint. Es ist verdammt kalt. Außen an der Ostermann-Fassade lockt Sansibar. Schön wär’s. Der Alltag im Möbelmarkt ist deutlich trüber.

Manfred Ostermann hat gute Laune. Wir sind verabredet zum Vorgespräch für seinen Besuch in München. Am 12. Mai steht der 8. INSIDE Branchen-Gipfel im Kalender, abends gegen 18.00 Uhr der große Gipfel-Talk am Abend. Manfred Ostermann, eine der prägenden Figuren der deutschen Möbelbranche seit Jahrzehnten, wird der Sologast sein in diesem Talk vor dem Anzapfen. Wir nehmen uns Zeit. Der Titel des Talks: „Ein offenes Gespräch über Möbel-Deutschland“.

Wir haben im Team INSIDE in den vergangenen Wochen nochmal das Programm des nächsten Gipfels geschärft. Leitgedanke dabei: voller Fokus auf den Markt. Die große Politik kann uns dabei gestohlen bleiben. Wir sprechen darüber, wo die Branche steht, wir sprechen über verpasste Chancen und harte Bandagen. Wir sprechen über Vergangenheit und Zukunft, über Perspektiven und vielleicht doch mal mehr echte Partnerschaften. Und wir sprechen mit Manfred Ostermann, Möbel-Ostermann-Frontmann über Jahrzehnte, Ruhrpott-Unternehmer-Ikone, lange Begros-Häuptling, einem harten Verhandler und neugierigen Familienunternehmer, bevor wir dann direkt ins Foyer der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe weiterziehen, um mit dem Holzschlegel den Zapfhahn ins Augustiner-Holzfass zu treiben. Gegründet hatten die Begros Franz Heck und Fredy Ostermann, Vater von Rolf und Manfred Ostermann. Der Verband steht vor Herausforderungen, wie alle im Markt.

Mit zehn Häusern ist Ostermann nicht nur einer der Großen im deutschen Möbelhandel. Vor allem ist er einer der prägenden heimischen Möbelfilialisten. Das Unternehmen, fest in Familienhand. Mit Dr. Sina Küper und Marc Ostermann ist die nächste Generation so mittendrin und längst am Hebel wie selten im Markt. Manfred Ostermann kann sich seine Zeit zwischen Unternehmertum und seinem Gestüt Hof Ittlingen in Werne a.d. Lippe wochenweise so einteilen, dass die Leidenschaft für die Pferde nicht zu kurz kommt. Fast 30 Mutterstuten gehören zum Gestüt, schwärmen zu Deckhengsten in ganz Europa aus, laufen Rennen, gewinnen Preise. Mit Möbeln und Küchen kann man gerade nur schwer einen Blumentopf gewinnen. Kommentar zum Geschäftsverlauf von Marc Ostermann: „Angesichts der Wetterbedingungen zum Jahresstart geht so.“ 2025? „Geht auch so.“

Die Branche ist unter Druck, nicht weniger die Großfläche. Auch bei Ostermann ist Druck drauf. Ostermann muss sich bewegen. Und bewegt sich weiter. Die erfolgreiche und im Haus sehr präsente Eigenmarke Sansibar wird auf alle Warengruppen ausgedehnt, gerade auch auf die Warenhaus-Sortimente. Mit Maxim ist die neue Premiumküchen-Linie mit den Küchenlieferanten Leicht und Next125 am Stammsitz in Witten erfolgreich durch den Testlauf durch. Nun wird sie auf alle Ostermann-Standorte ausgedehnt. Die Sansibar-Küche ist das längst. Überhaupt, die Küchen: Ostermanns Warengruppe Nummer 1 wird mit viel Kraft weiter bewegt. Knapp hinter den Küchen folgt Polster, dann das Schlafen. Der Warenhaus-Anteil ist groß. Mit der „Maßwerkstatt“ ist bei Ostermann zudem das Thema Maßmöbel eingezogen. Bei Trends wird das Thema Anti-Ikea-Küche forciert. In 9.000 qm zusätzliche neue Photovoltaik wird in Witten gerade hinter dem Haus investiert. Nach dem Outsider wird im großen Ostermann-Oval-Office direkt die Ostermann-Bau-Leitung mit der Familie tagen. Themen: Maxim, Solar und mehr.

Bewegte Zeiten. Umso mehr freuen wir uns auf den 12. Mai. Die Hersteller- und Handelslandschaft, Werbung und Rabatte, Möbel und Kultur, Perspektiven für morgen – wir wollen über alles sprechen. Manfred Ostermann freut sich und sagt zum Outsider zum Abschied: „Sie können mich alles fragen. Die Branche liegt mir am Herzen.“